Hand aufs Herz – wer hat nicht schon mal eine ganze Chipstüte vor dem Fernseher geleert, ohne es wirklich zu merken? Mir ging es jahrelang so. Abendessen bedeutete für mich automatisch: Teller auf den Schoß, Fernbedienung in die Hand. Bis ich beschloss, etwas zu ändern.

Warum Bildschirmessen problematisch sein kann

Wenn wir vor einem Bildschirm essen, sind wir abgelenkt. Wir bemerken die Signale des Körpers schlechter – wann wir satt sind, wie das Essen schmeckt, ob wir eigentlich noch Hunger haben. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass achtsames Essen generell das Wohlbefinden fördern kann.

Wusstest du?

Studien legen nahe, dass Menschen, die abgelenkt essen, dazu neigen, größere Portionen zu sich zu nehmen, als sie eigentlich bräuchten.

Meine ersten Schritte

Ich habe nicht sofort komplett aufgehört. Stattdessen habe ich klein angefangen: Eine Mahlzeit pro Tag bewusst am Tisch. Ohne Handy, ohne Fernseher. Nur ich und mein Essen. Am Anfang war es seltsam – fast langweilig. Aber mit der Zeit habe ich gemerkt, wie viel ich vorher verpasst habe.

„Achtsam essen bedeutet nicht Perfektion – es bedeutet Präsenz.“

Was mir dabei geholfen hat

Ich habe angefangen, den Tisch schön zu decken – auch für mich alleine. Eine Serviette, ein Glas Wasser, vielleicht eine Kerze. Das klingt vielleicht übertrieben, aber es signalisiert dem Gehirn: Jetzt ist Essenszeit. Es schafft einen bewussten Rahmen für die Mahlzeit.

Die Übergangsphase

Es gab Rückfälle – natürlich. An einem stressigen Abend griff ich wieder zur Fernbedienung. Aber statt mich selbst zu kritisieren, habe ich es einfach beim nächsten Mal besser gemacht. Veränderung braucht Zeit und Geduld, und das ist völlig in Ordnung.

Mein Erlebnis: Nach etwa drei Wochen bewusstem Essen am Tisch habe ich gemerkt, dass ich Geschmäcker viel intensiver wahrnehme. Essen wurde wieder zu einem sinnlichen Erlebnis.

Soziale Mahlzeiten als Schlüssel

Ein weiterer Trick: Ich lade häufiger Freunde zum Essen ein oder koche gemeinsam mit jemandem. Wenn wir in Gesellschaft essen, greifen wir seltener zum Bildschirm. Gespräche ersetzen die Unterhaltung durch den Fernseher auf eine viel schönere Weise.

Meine heutige Routine

Heute esse ich die meisten Mahlzeiten am Tisch. Das Abendessen vor dem Fernseher gibt es höchstens noch am Freitagabend – als bewusste Ausnahme und kleines Ritual. Der Unterschied: Früher war es Automatismus, heute ist es eine bewusste Entscheidung. Und das macht den ganzen Unterschied.

Für alle, die es ausprobieren möchten

Fangt klein an. Wählt eine Mahlzeit pro Tag und esst sie ohne Ablenkung. Spürt, wie sich das Essen anfühlt, wie es schmeckt. Seid geduldig mit euch selbst. Es ist keine strenge Regel – es ist ein Geschenk an euch selbst.

Informationen auf diesem Blog basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen und meiner persönlichen Erfahrung. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung. Konsultieren Sie immer einen Fachmann, bevor Sie Ihre Ernährung oder Gewohnheiten ändern.